Fakten zum CO2 Ausstoß

33.3

Gigatonnen weltweit im Jahr 2019

811

Mio. Tonnen in Deutschland 2019

9.77

Tonnen pro Einwohner in Deutschland 2019

202.7

Gramm je Liter stilles Mineralwasser

Ein umstrittener Begriff: "Climate Neutrality"

Klimaneutralität (engl. climate oder carbon neutrality) bedeutet das Gleichgewicht zwischen der Emission von Kohlenstoff (Treibhausgase oder greenhouse gases - GHG) und dessen Aufnahme aus der Atmosphäre in sog. Senken. Die europäischen Klimaziele beziehen sich also auf "Netto-Treibhausgas­emissionen" (EU Green Deal) oder "netto null Emissionen" (BMU Klimaschutzplan 2050). Dies ist der Zustand, in dem keine Treibhausgase (THG) emittiert werden, die über jene hinausgehen, die auf natürlichem Weg durch die genannten Senken (wie z.B. Wälder und Moore) aufgenommen werden können.

Mit dem 2015 auf der 21. Weltklimakonferenz COP21 geschlossenen Paris Agreement zur Begrenzung der globalen Erwärmung ("2°C-Ziel") ist der Klimaschutz als zentrale strategische Herausforderung der Weltgemeinschaft anerkannt worden. Die EU-Kommission will hier eine Vorreiterrolle einnehmen und Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent machen.

Im weiteren Sinne können unter Klimaneutralität auch Aspekte wie Boden- und Gewässer­verunreinigung, Rohstoff­verbräuche sowie Biodiversität verstanden werden, die sich ebenfalls auf das Klima auswirken können. Eine einheitliche Festlegung erfolgt derzeit im Normungs­vorhaben ISO 14068 unter dem Stichwort Carbon Neutrality.

Überblick in 6 Schritten: Wie werde ich klimaneutral?

01

Bilanzrahmen und Faktoren

Sie legen Ihren Bilanzrahmen je nach Typ des Carbon Footprints fest: Corporate Carbon Footprint (ganze Organisation), Product Carbon Footprint (Wert­schöpfungs­kette eines Produkts) oder Project Carbon Footprint (projekt­bezogene Emissionen). Für diesen Rahmen ermitteln Sie die Emissions­faktoren.

02

Klimastrategie

In der Unternehmenspolitik wird eine Klimastrategie zum Erreichen von Klima­neutralität verankert. Sie setzen sich messbare Klimaziele, bezogen auf einen Zeitraum im Vergleich zu einem Basisjahr. Konkrete THG-Reduzierungs­initiativen sollten erkenntlich sein.

03

Bewerten und Gewichten

Welche Emissionsfaktoren fallen im Bilanz­rahmen des Carbon Footprints besonders ins Gewicht? Wo sind Stell­schrauben, um Emissionen zu verringern oder zu vermeiden? Es empfiehlt sich naturgemäß, bei den wichtigsten Emissionsquellen nach Optimierungs­potential zu suchen.

04

Kompensieren

Unvermeidbare Treibhausgas­emissionen werden durch weltweit mögliche Investitionen in umwelt­relevante Projekte kompensiert, z.B. über internationale Standards wie Clean Development Mechanism (CDM), Gold Standard oder Verified Carbon Standard (VCS).

05

Verifizieren

Durch eine unabhängige Stelle werden Ihre Daten und Berechnungen sowie Ihre Maßnahmen geprüft - anhand von Unterlagen und vor Ort. Sind identifizierte Mängel nachweislich behoben, erhalten Sie ein Zertifikat zu Ihrer Klimaneutralität.

06

Veröffentlichen

Sie haben einen Schritt in die richtige Richtung getan. Jetzt können Sie das Erreichte kommunizieren: Veröffentlichen Sie Ihre Bemühungen und Maßnahmen in einem Bericht und stärken Sie so das Vertrauen Ihrer Kunden und der Gesellschaft in Ihr Unternehmen.

Drei Scopes: Welche Emissionen sollte man einbeziehen?

Scope 1: direkte Emissionen

Treibhausgase, die in der Organisation emittiert werden. Dies geschieht meist durch fossile Brennstoffe (Kohle, Gas, Öl), Kühl­mittellecks, chemische Prozesse oder den eigenen Fuhrpark.

Scope 2: indirekte Emissionen

Emissionen, die an anderer Stelle entstehen und über Energien und Betriebs­mittel wie Strom, Wärme, Druckluft oder Kühlung importiert werden. Hier können gemittelte Emissions­faktoren verwendet werden.

Scope 3: Weitere indirekte Emissionen

THG, die außerhalb der Organisations­­grenzen und Scope 2 auftreten. Es gibt 15 Kategorien, die vor- und nach­gelagerte Aspekte wie etwa Dienstreisen, Ent­sorgung und Transporte umfassen (FAQ).

Drei Typen von Carbon Footprint

Sie setzen sich mit den direkten und indirekten Einflüssen auseinander, die Ihre Arbeit auf die Umwelt hat, und das ist gut! Ob Corporate Carbon Footprint (CCF), Product Carbon Footprint (PCF) oder auch Carbon Footprint für einzelne Projekte: Mit einer funktionierenden Klimastrategie und einer unabhängig verifizierten THG-Bilanz helfen Sie, die Lebensgrundlage für kommende Generationen zu erhalten und Vertrauen zu schaffen.

Corporate Carbon Footprint

Was umfasst der CCF?

Der CO2-Fußabdruck für Unternehmen (CCF) setzt sich zusammen aus den direkten und indirekten Emissionen der gesamten Organisation: direkt im Unternehmen, an einem Standort oder Unternehmensteil.

Direkte Emissionen

Darunter versteht man z.B. die Emissionen des firmen­eigenen Kraftwerks oder des Fuhrparks, aber auch durch Industrieprozesse (zum Beispiel Zement- oder Kalkproduktion) verursachte.

Indirekte Emissionen

Indirekte Emissionen außerhalb der Unternehmens­grenzen umfassen etwa Reisen von Mitarbeitern und Kunden sowie Transporte.

Product Carbon Footprint

Was umfasst der PCF?

Der CO2-Fußabdruck für Produkte (PCF) umfasst die Treibhaus­gase entlang der Wertschöpfungs­kette einer funktionellen Einheit - wie etwa einer Milch­packung, eines Schoko­riegels oder Autos.

Wertschöpfungskette

Die Kette beginnt bei der Rohstoff­gewinnung und führt über Produktion und Vertrieb bis zur Nutzung und Verwertung (Recycling).

Emissionen

Relevant sind alle direkten und indirekten THG (3 Scopes) der einzelnen Prozess­schritte - einschließlich Vorleistungen wie der Benzin­herstellung oder des Milchtransports.

Project Carbon Footprint

Was bedeutet CF für Projekte?

Auf Projektebene werden die direkten Treibhaus­gase und wesentlichen Einfluss­faktoren mit und ohne Einspar­maßnahme ermittelt ("vorher / nachher"). Ein Projekt ist eine Maßnahme, für die die Einsparung berechnet wird.

Was kann das sein?

Es kann sich um technische oder organisatorische Änderungen zur Steigerung der Effizienz handeln, wie z.B. den Austausch einer Pumpe. Auch Kompensations­projekte in Entwicklungs­ländern sind möglich.

Methodik

Es gelten die gängigen Kriterien zur THG-Bilanzierung. Kompensations­projekte müssen strenge Kriterien erfüllen, wie bspw. die der finanziellen Zusätzlichkeit, Permanenz und vermiedenen Doppelzählung.

In vier Schritten zur Verifizierung

Die externe Prüfung durch eine unabhängige Stelle erhöht die Glaubwürdigkeit von Treibhausgasbilanzen. Oberstes Gebot ist, dass vollständig, unabhängig und ohne Interessenkonflikte geprüft wird, also dass die Verifizierungsstelle bei der THG-Bilanz in keiner Form mitgewirkt hat. Akkreditierte Zertifizierungsstellen werden durch die Akkreditierungsstellen der europäischen Staaten regelmäßig kontrolliert, in Deutschland ist das die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS). Nicht akkreditierte Zertifikate sollten sehr kritisch hinterfragt werden.

 

  • Auf der Seite der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) sind alle akkreditierten Verifzierungsstellen gelistet.
  • Branchenwissen und Erfahrungen sollten direkt bei der Verifizierungstelle abgefragt werden.
  • Die Prüfstelle benötigt für das Angebot Informationen zu Umfang und Komplexität der Treibhausgasbilanz, zum Beispiel:
    • Anzahl der Standorte
    • Beschreibung der Tätigkeiten
    • Beschreibung der THG-Quellen
    • Übersicht der Emissionen aus Scope 1-3

  • Das Prüfprogramm (Ablauf, Termine, benötigte Unterlagen) wird gemeinsam abgestimmt.
  • Die Verifizierungsstelle führt eine Strategie- und Risikoanalyse bezüglich der Methodik und Rahmenbedingungen Ihrer THG-Bilanz durch.
  • Sie erhalten anschließend den Auditplan als Agenda für die Verifizierung.

  • Die Prüfer benötigen Einsicht in die Ermittlungsmethodik Ihrer THG-Bilanz, u.a.
    • organisatorische & operative Berichtsgrenzen
    • erfasste Treibhausgasemissionen aus Scope 1-3
    • Emissionsfaktoren
    • Referenzwerte
    • Unsicherheiten
  • Die gelieferten Daten werden einer Prüfung unterzogen.
  • An den ausgewählten Standorten findet eine Begehung der Anlagen vor Ort statt.
  • Die Prüfer der Verifizierungsstelle fassen anschließend ihre Feststellungen zusammen.

  • Sie erhalten einen Prüfbericht mit einer Zusammenfassung der Befunde, Hinweise und Empfehlungen zur Verifizierung.
  • Außerdem stellt Ihnen der Verifizierer eine abschließende Prüfbescheinigung (Zertifikat) aus.
  • Je nach Verifizierungsstelle erhalten Sie zusätzliche Prüfzeichen für Ihre Kommunikation (intern und extern) - diese können Sie zum Beispiel auf Fahrzeugen, Produktverpackungen, Dokumenten, Werbemitteln (Roll-Ups, Banner) oder Ihrer Website platzieren, um Ihr Engagement für den Klimaschutz für Mitarbeiter, Kunden und Stakeholder direkt ersichtlich zu machen.

Die Prüfzeichen können beispielsweise so aussehen:

 

Häufige Fragen zum Thema Klimaneutralität

Welche Treibhausgase müssen berücksichtigt werden? Was bedeutet Vorketten und CO2e?

Gemäß ISO 14064 muss die Organisation die Mengen der direkten THG-Emissionen nach Art des Gases getrennt in Tonnen CO2e angeben. Relevante Gase sind CO2 (Kohlenstoff­dioxid), CH4 (Methan), N2O (Lachgas), NF3 (Stickstoff­trifluorid), SF6 (Schwefel­hexafluorid) und andere angemessene THG-Gruppen wie HFCs (Fluorkohlen­wasserstoffe), PFCs (Perfluorierte Kohlen­wasserstoffe) usw. Das CO2-Äquivalent CO2e gibt das Treibhausgas­potential an, also wie sehr ein Treibhausgas im Vergleich zur gleichen Masse CO2 zur globalen Erwärmung beiträgt.

Emissionsfaktoren, die zum Berechnen des Carbon Footprints verwendet werden, stehen ohne und im besten Fall mit "Vorketten" zur Verfügung. Mit Vorketten bedeutet, dass sie Emissionen aus vor- und nachgelagerten Prozessen enthalten. So beinhaltet etwa der Emissionsfaktor für Diesel ohne Vorkette nur die direkte Emission durch die Verbrennung des Brennstoffs. Der Emissionsfaktor mit Vorkette umfasst zusätzlich Emissionen, die bei der Förderung des Rohstoffs, der Raffination und durch das Bereitstellen entstehen.

Was sind indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) und welche müssen berücksichtigt werden?

Scope 3-Emissionen sind eine Folge der Aktivitäten des Unternehmens entlang der Wertschöpfungskette. Sie entstehen jedoch aus Quellen, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle des Unternehmens sind. Im GHG Protocol sind diese Aktivitäten in vor- und nachgelagerte Prozesse unterteilt und umfassen 15 Kategorien:

  • Vorgelagert: bezogene Waren und Dienstleistungen, Investitionsgüter, Brennstoff- und energiebezogene Tätigkeiten (nicht Scope 1 oder 2), vorgelagerter Transport und Verteilung, im Betrieb/Prozess anfallende Abfälle, Geschäftsreisen, Pendelverkehr, vorgelagerte geleaste Vermögenswerte

  • Nachgelagert: Nachgelagerter Transport und Verteilung, Verarbeitung der verkauften Produkte, Verwendung der verkauften Produkte, End-of-life-Behandlung von verkauften Produkten (Enstsorgung/Recycling), Nachgelagerte geleaste Vermögenswerte, Konzessionen, Investitionen

Emissionen aus Scope 1 und 2 sind nach ISO 14064-1 und GHG verpflichtend zu ermitteln. Scope 3 Emissionen müssen bewertet und in ihrer Wesentlichkeit betrachtet werden. Gemäß PAS 2060 sind alle Treibhausgase einzubeziehen und in t CO2e umzurechnen. Dies betrifft 100% aller Scope 1 und 2-Emissionen. Scope-3-Emissionen, die mehr als 1% der Gesamtemissionen ausmachen, müssen ebenfalls berichtet werden. Wenn Emissionen geschätzt werden müssen, muss ausgeschlossen werden, dass es zu Unterschätzungen kommt. Der Carbon Footprint muss mindestens 95% aller Emissionen enthalten.

Welche Vorteile hat das Erstellen einer Treibhausgas­bilanz und deren Verifizierung?

Ein Carbon Footprint dient als Management-Tool für die Umsetzung von CO2- und Kostenreduktionsplänen und zum Entwickeln einer klaren Klimastrategie, um zur Minderung der globalen Erwärmung beizutragen.

Die externe Verifzierung der THG-Bilanz sichert die Bericht­erstattung ab, verbessert die Reputation und dient als Nachweis für die Glaubwürdigkeit Ihrer Klimaneutralität.

Welche Branchen sind besonders betroffen?

Die Verantwortung für den Umweltschutz betrifft alle Branchen. Eine besondere Rolle kommt den emissions­intensiven Branchen zu, wie z.B. der Energieerzeugung oder der Schwerindustrie (Stahl, Aluminium, etc.), zu denen bereits konkrete Maßnahmen im Klimapaket definiert wurden. Ebenfalls im Fokus stehen Unternehmen, deren Produkte direkt an die Endverbraucher geliefert werden (B2C), also z.B. Lebensmittel- oder Automobilhersteller, sowie die öffentliche Hand.

Besonders die Lebensmittelbranche und der Handel kommen am Thema der Treibhausgasbilanzierung und Klimaneutralität nicht mehr vorbei. Im Bereich B2B spielt sie für die Auftragsvergabe eine immer größere Rolle, im Bereich B2C kann sie das öffentliche Image, Absatzzahlen und damit Marktanteile beeinflussen. Als betroffene Unternehmen finden Sie hier nähere Informationen.

Was bedeutet Klimaneutralität? Was ist der Unterschied zwischen CO2-neutral und klimaneutral?

Klimaneutralität ist der Gleichgewichtszustand zwischen der Emission von Kohlenstoff und dessen Aufnahme aus der Atmosphäre in sog. Kohlenstoffsenken. Das bedeutet, dass keine Treibhausgase emittiert werden, die über jene hinausgehen, die durch die Natur oder sonstige Senken aufgenommen werden können.

Neben Treibhausgasen können jedoch auch weitere Indikatoren für die Erderwärmung eine Rolle spielen, etwa die Verunreinigung von Böden und Gewässern, der Rohstoffverbrauch und die Biodiversität. Das Betrachten aller Umwelt­auswirkungen ist für das Klima unabdingbar, jedoch sehr komplex und mit großem Aufwand verbunden. Deshalb liegt, konform zur Klimarahmen­konvention der Vereinten Nationen, der Fokus zunächst auf dem ersten Schritt zur Klimaneutralität: den Treibhausgasen (CO2-Neutralität). Um jedoch verbindliche Definitionen und Aussagen zur Klimaneutralität zu schaffen, wird derzeit auf internationaler Ebene die Norm ISO 14068 entwickelt - bisher wird Klimaneutralität üblicherweise anhand des PAS 2060 bewertet.

Woher bekomme ich zuverlässige Emissionsfaktoren?

Bei der Auswahl von Emissionsfaktoren und Datenbanken ist zu beachten, dass manche Faktoren Vorketten und somit den Herstellungs­prozess (Förderung, Aufbereitung und Transport, teils bis hin zur anteiligen Berücksichtigung des Baus von Förderanlagen) beinhalten. Andere umfassen nur die direkte Verbrennung des Stoffs. Hier eine Liste seriöser Datenbanken (Auszug):

  • GEMIS (gratis, Werte für Energie-, Stoff- und Verkehrssysteme)
  • ecoinvent (kostenpflichtig, einer der bekanntesten Dienste)
  • ProBas (gratis, mit Lebenszyklusdaten, von UBA und Öko-Institut)
  • EFDB (kostenpflichtig, englisch, enthält Emissionsfaktoren des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC))
  • Emission Factor Database (gratis, englisch, aus div. Quellen)
  • Greenhouse Gas Protocol (gratis, englisch)
  • DEFRA (gratis, englisch, manche Daten UK-spezifisch).

Berechnungstools:

Welchen Strommix muss ich ansetzen? Was ist ein Residualmix?

Ein Emissionsfaktor für Strom soll die Emissionen durch den Stromverbrauch widerspiegeln. Die bilanzierten Emissionen des verbrauchten Stroms sind dabei nicht zwangsläufig dieselben wie diejenigen, die bei der Produktion entstehen. Nach §42 EnWG hat jeder Stromlieferant eine sog. Strom­kennzeichnungspflicht. Hiernach muss auch die Umwelt­belastung in g CO2/kWh ausgewiesen werden. Der "Residualmix" bereinigt den Produktionsmix derart, dass die Emissionen importierter und exportierter Strommengen in die Bilanz mit einfließen und somit die Herkunfts­nachweise berücksichtigt werden. Weitere Informationen zum Residualmix finden Sie bei der association of issuing bodies (AIB).

Was ist ein Carbon Handprint?

Ein Carbon Handprint berechnet die positiven Treibhausgas­auswirkungen, die durch eine aktive Verbesserung gegenüber einem bestimmten Ausgangswert erreicht wurden. Dies kann etwa durch eine Verbesserung der Leistung eines Kunden erreicht werden.

Das Konzept kann für Marketing- und Kommunikations­zwecke verwendet werden - Sie können zu Ihrer letzten Verbesserung kommunizieren oder die Klimavorteile Ihrer Produkte und Dienstleistungen hervorheben.

Was verursacht die globale Erwärmung?

Der Klimawandel wird durch den Treibhauseffekt herbeigeführt: Treibhausgase in der Erdatmosphäre lassen Sonnen­wärme zwar in die Atmosphäre eindringen, behindern jedoch deren Abstrahlung zurück in den Weltraum. Viele dieser Gase sind natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre. Durch menschliche Tätigkeit ist jedoch die Konzentration einiger Treibhaus­gase stark angestiegen. CO2 ist dabei das mengenmäßig am meisten durch menschliche Tätigkeiten erzeugte Treibhausgas: 63% der durch Menschen verursachten Klimaerwärmung wird darauf zurückgeführt.

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist heute 40% höher als zu Beginn der Industrialisierung. Auch andere Treibhausgase werden in geringeren Mengen emittiert, behindern jedoch die Abstrahlung der Sonnenwärme zurück in das Weltall tausendfach wirksamer als CO2. 19% der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung ist auf das Treibhausgas Methan (CH4)  zurückzuführen, 6% auf Distickstoffoxid (N2O). Den Rest machen vor allem fluorierte Gase aus. Die Menge der in der Atmosphäre natürlich vorkommenden Treibhaus­gase erhöht sich enorm, vor allem durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, die Abholzung von Regen­wäldern und die Viehzucht.

Warum ist der Klimawandel ein ernstes Problem?

Steigende Durchschnitts­temperaturen und der sich stetig erhöhende Meeresspiegel sind nur zwei der vielfältigen Auswirkungen des Klima­wandels. Er führt zu einer veränderten Klimavariabilität - starke kurzfristige Klima­schwankungen und häufigere Extremwetterereignisse wie Starkregen oder Hitzesommer sind die Folge.

Besonders bedrohliche Risiken sind die verringerte Qualität und Quantität von Trinkwasser und Lebensmitteln. Auch das veränderte bzw. verlängerte Auftreten biologischer Allergene (z.B. Pollen) und das gehäufte Auftreten sogenannter Vektoren (Krankheitsüberträger wie Zecken oder Stechmücken) gibt Anlass zur Sorge. Die Verschiebung der Zeiträume, in denen Pflanzen wachsen, blühen und Früchte tragen hat zudem Einfluss auf die landwirtschaftliche Produktion.

Auch Wirtschaft und Verkehr werden beeinträchtigt: Straßen und Schienen werden von Starkregen unterspült und leiden unter hohen Temperaturen, Binnen­wasserstraßen leiden unter Hoch- oder Niedrigwasser. Zudem beziehen viele Kraftwerke ihr Kühlwasser aus Flüssen und speisen es erwärmt wieder ein. Ist das Flusswasser zu warm oder durch Sommerhitze stark dezimiert, müssen Kraftwerke im Notfall abgeschaltet werden.

Sie möchten sich zu Klimabilanzen, CCF & Co. weiterbilden?

Die GUTcert Akademie bietet verschiedene Seminare rund um Carbon Footprint, Klimaneutralität und verwandte Themengebiete an. Ein Überblick:

01

Carbon Footprint

Nutzen Sie unsere Einsteiger-Webinare zum Carbon Footprint oder bilden Sie sich in zwei Tagen zum Klimamanagement-Beauftragten weiter, der im Unternehmen die Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität koordiniert.

Übersicht: Kurse zu Carbon Footprint

02

Emissionshandel

Der europäische Emissionshandel stellt Unternehmen vor erhebliche Hürden. Bei unseren Erfahrungsaustauschen lernen Sie, welche Fallstricke Sie in Dokumentation & Co. erwarten und wie Sie Ihre Compliance sichern.

Übersicht: Kurse zum Emissionshandel

03

Umwelt und Energie

Mit Managementsystemen für Umwelt (EMAS / ISO 14001) und Energie (ISO 50001) können Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und sich weitere Vorteile sichern, z.B. verringerte Kosten, Compliance und Steuervergünstigungen.

Übersicht: Kursbereiche inkl. UMS und EnMS

 

Das GUTcert Carbon Footprint Team

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen eine Treibhausgasbilanz erstellen wollen und dafür eine unabhängige Prüfung durch eine akkreditierte Verifizierungsstelle anstreben, beantworten die Experten unserer Fachabteilung Ihre Fragen zum genauen Ablauf und erstellen bei Interesse ein unverbindliches Angebot. Nehmen Sie gerne über das Formular weiter unten mit uns Kontakt auf.

Aktuelle Informationen rund um Klimaneutralität, Carbon Footprint-Verifizierung und die Zertifizierung u.a. von Umwelt- und Energiemanagementsystemen erhalten Sie auch im GUTcert-Newsletter "GUT zu Wissen", den Sie hier abonnieren können.

David Kroll

+49 30 2332021-63

Jochen Buser

+49 30 2332021-61

Frank Blume

+49 30 2332021-66

Nicolas Fouquet

+49 30 2332021-78

Ich willige ein, dass mich die GUTcert GmbH per E-Mail über Dienstleistungen informiert bzw. auf meine gestellte Frage(n) antwortet. Meine Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck genutzt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Ich kann die Einwilligung jederzeit per E-Mail oder per Brief (siehe Kontaktangaben) widerrufen. Angaben zum Datenschutz.

Bitte rechnen Sie 5 plus 2.

Übersicht: Berater für Klimaneutralität

Sie wollen klimaneutral werden und sich auf dem Weg zu einer verifizierbaren CO2-Bilanz unterstützen lassen? Als akkreditierte, unabhängige Prüf-/Verifizierungsstelle bietet die GUTCert selbst keine Beratungsleistung an, die Liste der Berater dient der ersten Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf eine qualitative Bewertung durch die GUTcert. Die Nutzung einer Beratungsleistung hat für uns keine Auswirkung auf eine Verifizierung oder Validierung. Es können jederzeit auch andere Berater/Fachinstitutionen von Ihnen eingebunden werden.